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Förderprojekt
Robert-Matzke-Straße 2
Dresden-Pieschen
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Hinweise |
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Über das Bewohnen von Häusern |
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Heute weiterzunutzende "Alt-Bauten" wurden gebaut
entsprechend den damaligen Nutzungsgewohnheiten.
Vor 100 Jahren bewohnten deutlich mehr Menschen als heute
die Gebäude, welche zumeist durch Einzelöfen mit
hohem Strahlungswärmeanteil beheizt wurden. Diese Menschen
und Öfen verlangten natürlich nach deutlich mehr
Frischluft als die heutigen Bewohner. Die Fugen-lüftung
der nach heutigen Maßstäben "undichten"
Fenster gewährleistete zusammen mit den Zugwirkung der
Schornsteine einen ausreichenden Luftwechsel.
Im Gegensatz zu heute war es selten, dass eine Wohnung den
ganzen Tag über nicht genutzt wurde, oft waren Kinder
oder Großeltern im Haus. |
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Bauschäden |
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An unsanierten Altbauten festzustellende Bauschäden
liegen zumeist in ungenügender Instandhaltung ins-besondere
von Dach und Fenster begründet, selten in der Art der
Nutzung.
Bei gerade "sanierten" Wohnungen ist dagegen häufig
schon nach einem Jahr Schimmelpilzbefall festzustellen. Insbesondere
dichtschließende Fenster und seltenes Lüften der
Wohnungen durch die Bewohner wegen Ab-
wesenheit oder Aussenlärm führen zu ungenügendem
Luftwechsel. Unmittelbar auf dem Fußboden aufstehende
Möbel wirken im Bereich von Aussenwänden wie innen-
seitig aufgebrachte Wärmedämmpakete. An den unbe-
heizten Wandflächen hinter diesen Möbeln bildet
sich zunächst Kondensat, die durchfeuchteten Tapeten
sind Nährboden für Schimmelpilzkulturen. |
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Zusammenspiel |
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Bei Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen ist somit
darauf zu achten, das bis dato zumeist funktionierende Zusammenspiel
der Gebäudekomponenten gemäß heutiger Anforderungen
von Wohnstandard und Wirtschaftlichkeit zu bewahren. |
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Empfehlungen |
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Dämmung
der Gebäudehülle |
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- bevorzugte Dämmung der Bauteile mit besonders ungünstigem U-Wert
- Verbesserung des U-Werts der Aussenwände durch Wärmedämmputz oder aussenseitiges Anbringen einer Wärmedämmschale
- Wärmedämmung der Geschossdecke über dem obersten Wohngeschoss
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Fenster |
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- Sorgfältige Planung des Details Fensteranschlag:
ggf. zusätzliche außenseitige Wärmedämmung
oder keilförmige Innendämmung mit Calcium-Silikat-Platten
- Fenstergriffe mit Rasterung "Fugenlüftung"
- Entnahme der Dichtungslippen im Überkopfbereich
für ca. 1 Jahr nach Errichtung
> Fugenlüftung wegen Restbaufeuchte
- Einbau von Holzfenstern statt Kunststofffenstern
> höhere Oberflächentemperatur der Rahmen,
Möglichkeit der Nacharbeitung,
kein PVC (auf Deponien Sondermüll)
- Fenstergliederung mind. 2-flügelig bzw. Oberlicht
> höhere Nutzerannahme zum Lüften
- Fensterleibungen nur Verputzen (reiner Kalkputz), keine
Tapete wg. biolog. Material,
Anstrich Sumpfkalk-Schlemme (fungizid)
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